Von der Turbine zum Toaster
Der Weg des Stromes 


Wo der Strom herkommt wei heute jedes Kind: aus der Steckdose! Aber wie kommt er 
eigentlich dorthin? e|punkt unternimmt einen Streifzug auf den Spuren der Elektroenergie.

Eine Reise zur Quelle aller Elektroenergie fhrt immer zuerst zu Mutter Natur und oft in 
graue Vorzeiten. Denn egal, ob unser Strom grn, gelb oder blau ist, ob er aus dem Wind-, 
Sonne-, Wasser-, Kohle-, Biomasse- oder Atomkraftwerk kommt  immer werden die 
natrlichen Ressourcen der Erde genutzt. 
Die fossilen" Brennstoffe Kohle, Erdl und Erdgas entstanden schon vor Jahrmillionen. 
Damals wurden riesige Waldflchen nach und nach berschwemmt, Bume und Pflanzen 
starben ab und versanken im Schlamm. Unter Luftabschluss zersetzten Mikroorganismen die 
tote Biomasse und wandelten sie in Kohlenstoffverbindungen um. Abhngig von ihrer 
Zusammensetzung und Umwelteinflssen wie Druck oder Temperatur wurden die berreste 
der Biomasse im Lauf der Jahrmillionen zu Bodenschtzen  eben zu Kohle, Gas oder l, mit 
denen heute rund 60 Prozent unserer Elektroenergie produziert werden. Etwa 30 Prozent des 
Stromes in Deutschland kommen derzeit aus Kernkraftwerken, in denen die Energie, die bei 
der Kernspaltung entsteht, zwar effizient, aber vergleichsweise gefhrlich genutzt wird. Das 
verbleibende Zehntel der Elektroenergie liefern regenerative Energien wie Wasser-, Wind- 
und Biomasse-Kraftwerke; Tendenz steigend.
Kohle wird zu Staub
Bis sich aber beispielsweise Braunkohle zu Elektroenergie wandelt, durchluft sie im 
Kraftwerk mehrere Etappen. Im Brecherwerk werden die groen Kohlebrocken zu 
faustgroen Stcken zerkleinert, anschlieend getrocknet und in der Kohlemhle zu feinem 
Staub zermahlen. Zusammen mit vorgewrmter Luft wird dieser Staub in den Dampferzeuger 
geblasen, wo das Gemisch bei computergesteuerter Luftzufuhr verbrennt. Durch die 
entstehende Wrme wird Wasser im Rohrsystem zu Hochdruckdampf erhitzt, der eine 
Turbine mit Generator antreibt. ...
